Lageplan

Stationen

1 Expeditionen
Mensch/ Erde/ Kosmos
2 Kinderbereich Milchstraße
3 ForscherAtelier
4 Café Jonas
5 Shop Unikat
6 Sonderausstellung
7 DenkArena
8 Gastronomie Kubus
9 Shop Prädikat
10 Turm der Lüfte
11 Steinhügel
12 Wasserwelt
13 Kletterwand
14 Forum
15 Exponade
16 Wurzelpfad

Die Welt im Kopf

Wir hören nicht nur mit den Ohren, tasten nicht allein mit der Haut und hätten wir lediglich unsere Augen, wir würden von der Welt nichts sehen: Denn bei jeder Sinneswahrnehmung ist auch unserer Gehirn beteiligt. Es ist die Welt im Kopf, die die Nervenreize interpretiert und Sinneseindrücke erschafft. Die Muster dieser Gehirnaktivität, die unserer Wahrnehmung zugrunde liegen, zeigen sich sehr eindrücklich anhand so genannter Sinnestäuschungen. Bei ihnen wird unser Gehirn zu Fehlinterpretationen verführt. Die Expedition Mensch führt Sie in eine komplexe Raumgestaltung, bei der große und kleine Kugeln aus weißem Acryl auf vielfältige Weise miteinander verbunden sind. Sie symbolisieren das komplexe Netzwerk der Nerven in unserem Gehirn. Dem Ort, an dem Wahrnehmungen Bedeutung gewinnen, unser Wissen „gespeichert“ ist und Bewusstsein und Gefühle entstehen.

Drehspirale

Die doppelte Drehspirale verführt zum Staunen. Kann man hier seinen Augen trauen? Eine der beiden Spiralen scheint sich unaufhaltsam immer nach oben, die andere nach unten zu drehen. Und doch bleiben beide immer an derselben Stelle im Raum. Wie kann das gehen? In Wirklichkeit rotieren beide Spiralen nur um eine zentrale Achse. Unsere Augen finden dabei keinen Fixpunkt – und „verrutschen“ sozusagen bei jeder Umdrehung der Spirale um eine Windung nach oben bzw. nach unten. Für unser Gehirn scheinen sich die Spiralen endlos zu drehen. Sehen ist ein komplizierter Vorgang, bei dem viele Bereiche im Gehirn beteiligt sind. Ständig werden dabei Wahrnehmungen und Erfahrungen miteinander abgeglichen.

Exponat Drehspirale

Ameisenstaat

Unser Gehirn ist ein komplexes Netzwerk: Es besteht aus schätzungsweise zehn Milliarden Neuronen mit etwa 100 Mal so vielen synaptischen Kontakten. Doch wie entsteht Ordnung in diesem scheinbar unüberschaubaren System? Vielleicht bringt uns der Vergleich mit einem Ameisenstaat der Antwort ein Stück näher. Zielgerichtet scheint jede Ameise eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, ein gigantischer Bau entsteht mit tausenden Gängen und kleinen Höhlen. Emsiger Betrieb herrscht, alle arbeiten zusammen – das System funktioniert, obwohl keine Ameise intelligent genug ist, einen Plan für diesen Bau zu haben. Analog kann man sich die Funktionsweise unseres Gehirns vorstellen: Die Nervenzellen arbeiten zusammen, schicken und empfangen bestimmte Signale und leiten sie weiter. Ähnlich wie eine einzelne Ameise, „weiß“ dabei keine einzelne Zelle, dass sie dies tut – und doch entsteht etwas „Wissendes“.

Exponat Ameisenstaat

Stein am Seil

Was ist Angst? Jeder Mensch kennt das Gefühl: Der Körper wird starr, der Mund trocken und der Puls erhöht sich. Schweißperlen bilden sich auf der Haut, und alle Sinnesorgane sind hellwach. Wer sich unter den 500 Kilogramm schweren Stein legt, sieht diesen Koloss an zwei dünnen Seilen über seinem Kopf schaukeln. Man bekommt es mit der Angst zu tun und kann diese Reaktionen am eigenen Leib erfahren: Herz, Haut, Puls, Magen und Darm – alles reagiert auf die Gefahr, die der hängende Stein bedeuten könnte, falls die Seile nicht hielten. Wo spüren Sie Angst im Körper? Sitzt Ihnen „die Angst im Nacken“? Werden Ihnen Ihre „Knie weich“? Manchmal ist der Volksmund sehr genau, wenn es darum geht, Gefühle auszudrücken. Die Redensarten verweisen auf die physiologischen Orte, an denen die Angst spürbar wird.

Exponat Stein am Seil